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Neue Verpackungsverordnung - zusätzliche Kosten für Künstler und Kunsthandwerker

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Autor: Dr. Heinz Bamberg am 17.01.2009

Am 01.01.2009 ist die neue Verpackungsverordnung in Kraft getreten. Durch diese neue Verpackungsverordnung kommen für Internethändler und leider für Künstler und Kunsthandwerker zusätzliche Kosten und zusätzlicher organisatorischer Aufwand hinzu. Betroffen sind alle, die gewerblich übers Internet Ware versenden. Zwischen Kunsthandwerkern, die wenige Sendungen pro Jahr verschicken und großen Internethändlern wird - bis auf eine zusätzliche Vollständigkeitserklärung - kein Unterschied gemacht.

Ich habe im folgenden einige Punkte, die ich auf verschiedenen Informationsseiten und Foren im Internet gefunden habe, zusammengestellt. Außerdem sind einige Links zu weiteren informativen Seiten zum Thema "Neue Vepackungsverordnung" angefügt.

Auch kleine Internethändler von der neuen Verpackungsverordnung betroffen

  • Laut der neuen Verpackungsverordnung ist ausnahmslos jeder, der gewerblich Ware versendet, verpflichtet, lizenzierte Verpackungen zu benutzen.
  • Bei neuen Verpackungen muss man hierzu einem Entsorgungsunternehmen, Dualen System beitreten.
  • Bei gebrauchten Verpackungen muss der Versender nachweisen, dass die Verpackung schon lizenziert ist. Ein grüner Punkt auf einer Verpackung ist gut, der fällt in Zukunft aber weg!
  • Da jede Verpackung lizenziert sein muss, fällt die Kennzeichnung wie der Grüne Punkt weg.
  • Als Verpackung gilt zudem offensichtlich alles vom Karton über Befüllmaterial wie Styropor, bis zum Klebeband und zur Büroklammer.
  • Ausnahmen für kleine und kleinste Versender gibt es nicht.

Mal wieder: keine einheitliche Rechtsauslegung
Die Rechtsanwälte scheinen diese Verpackungsverordnung recht unterschiedlich auszulegen. Verlässliche Auskunft, wie man sich am besten und kostengünstigsten verhält, gibt es nicht. Es scheint aber darauf hinauszulaufen, dass sich auch 'kleine' Künstler und Kunsthandwerker einem Entsorgungssystem anschließen müssen.

Irgendwo habe ich gelesen, dass man sich dem DSD Grüner Punkt für 36,- Euro pro Jahr anschließen könne. Dies konnte ich jedoch noch nicht überprüfen. Ansonsten ist von 150,- bis 250,- Euro pro Jahr die Rede.

Unklare Rechtslage und Unbehagen
Für kleine Internetversender, für Künstler und Kunsthandwerker ist diese neue Verpackungsverordnung eine weitere zusätzlich Belastung. Wegen zusätzlicher Kosten, wegen zusätzlichem Aufwand und wegen der unklaren Rechtslage. Allein um sich nur zu informieren, was am besten zu tun ist, braucht man Stunden und Tage. Und das Dumme, am Ende weiß man immer noch nicht wirklich Bescheid.
Der Holzkünstler Andreas Squarra hat aus diesem Grund einen offenen Brief zur neuen Verpackungsverordnung an das Bundesministerium geschrieben, der in diesem Weblog auch veröffenlicht ist.

Weitere Informationen zur neuen Verpackungsverordnung
Unter 'Neue Verpackungsverordnung' können Sie im Internet bei Google und anderen Suchmaschinen viele Informationen finden. Ein paar habe ich hier zusammengestellt:

Haben Sie weitere Anmerkungen oder Erfahrungen zur neuen Verpackungsverordnung? Ergänzen Sie diesen Artikel durch Ihren Kommentar.

Autor: Heinz Bamberg

Autor: Dr. Heinz Bamberg - Autor & Gründer vom Magazin Kunst & Handwerk - Inhaber von kunsthandwerker-markt.de, der Plattform für ausgewähltes Kunsthandwerk, Kunst und Design.
Artikel veröffentlicht am 17.01.2009, Kommentar schreiben
Rubrik: Wirtschaftliche Situation.

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